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"Mittendrin: Die Farben der Vielfalt"

Christo-Atelier stellt im Neues Schloss Bad Lobenstein aus

Vor gut einem Jahr ist das Christo Atelier der Diakoniestiftung in das Zentrum von Bad Lobenstein gezogen und schon jetzt gibt es Kunstwerke zu sehen. Werke, die so verschieden sind, wie die Menschen von denen sie geschaffen wurden. Denn das Atelier ist ein offenes Angebot für alle Menschen, die sich künstlerisch betätigen wollen. Dort können Menschen mit und ohne Behinderung kreativ mit Farbe, Ton, Holz oder Mosaiken arbeiten. Passend dazu wurde die Ausstellung „Mittendrinn - Die Farben der Vielfalt entdecken“, genannt.

Andree Burkhardt begrüßte im Namen der Stadt, bevor Bionda Börner vom Kulturamt auf die Besonderheit der Ausstellung hinwies.

Bettina Schmidt, Geschäftsbereichsleiterin Eingliederungshilfen der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, ist froh, dass dieses Angebot in der Region etabliert werden konnte. Dafür brauchte es die passenden Räume, den Impuls vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Landratsamtes, den Künstler Puiu Ackermann-Rotaru und kunstinteressierte Menschen. Von der Idee bis zur Umsetzung war deshalb einige Zeit vergangenen, doch jetzt zeigt sich, was Kunst kann: Menschen zusammenbringen, Werte schaffen und einen neuen Sinn im Leben ermöglichen. Imka Otto, vom Sozialpsychiatrischen Dienst, war froh, die vielen gelungen Arbeiten zu sehen, denn zahlreiche Nutzer des Christo Ateliers sind Klienten, die mit seelischen Erkrankungen kämpfen oder mit einer Behinderung leben. Diesen und allen anderen Menschen tut die Beschäftigung mit Materialien gut, wenn dann Werke, wie in Bad Lobenstein entstehen, ist das ein doppelter Erfolg.

Die Gäste der Ausstellungseröffnung zeigten sich überrascht, über die Vielfalt der Werke und kamen mit den Künstlern ins Gespräch. Auch einige Bilder von Kindern, die während einer Ferienfreizeit oder zu Workshops entstanden sind, wurden gezeigt.
Zwischen den Zeichnungen sind einige Gemeinschaftsstücke und Bilder aus einem Kunstprojekt der Werkstätten Christopherushof in Altengesees ausgestellt.

„Im Christo Atelier können sie kreativ werden, mit Farbe experimentieren und Gemeinschaft erleben. Menschen in jedem Alter mit und ohne Behinderung sind willkommen“, sagt Bettina Schmidt. Einen Einblick erlaubt die barrierefrei erreichbare Ausstellung im Neuen Schloss. Bis zum 23. August sind die Werke zu sehen.

Öffnungszeiten: Dienstag 9:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 18:00 Uhr / Donnerstag  9:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr / Freitag 9:00 - 12:00 Uhr
Wo: Neues Schloss Bad Lobenstein, Leonberger Platz 2, 07356 Bad Lobenstein

 

Text/ Bilder von Sandra Smailes

 

 

  

Dauerausstellungen

„Neues Schloß“ Bad Lobenstein

Zwischen 1647 und 1824 war Lobenstein zugleich Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Reuß jüngere Linie – Lobenstein.

Anfänglich auf der Burg ansässig, erbaute sich die Herrschaft ab 1601 ein neues Domizil unterhalb der zu unbequem gewordenen mittelalterlichen Anlage, die jedoch 1714 einem Brand zum Opfer fiel. Deshalb entschloss man sich, Schloss und Park an neuer Stelle am damaligen nördlichen Stadtrand anzulegen. 2 Tordurchfahrten teilen den Mittelflügel dreifach und dienen heute als Eingänge für den Südost- bzw. Nordwestflügel. Gleichzeitig entstanden weiterhin für die Residenz typische Bauten wie Marstall, Witwensitz (Christianenzell), Alte Wache, Remise (später Spritzenhaus und heutige Stadtinformation) und der Gartenpavillon. Nach Aussterben der regierenden Linie fiel die Herrschaft an das „Nachbarland“ Reuß jüngere Linie – Ebersdorf. Bis 1843 noch als Witwensitz genutzt, diente das „Neue Schloß“ anschließend verschiedenen Landesbehörden. Nach 1945 wurde das Schloss anfänglich als Internat der damaligen Oberschule (Gymnasium), später als Kindergarten und Kreismusikschule genutzt. Die Nutzer bauten das Schloss mehrfach nach ihren Bedürfnissen um, ohne Beachtung der denkmalpflegerischen Grundsätze. Am Ende war die ursprüngliche Zimmergestaltung kaum noch wieder zu erkennen.

Ab dem Jahre 1994 begann man mit der aufwendigen und umfassendenSanierung des „Neuen Schlosses“. Mit Fördermitteln des Bundes, der Denkmalpflege und Eigenmitteln der Stadt erhielt Bad Lobenstein ein städtebauliches und geschichtsträchtiges Juwel zurück, das an das besondere Flair einer der sicher kleinsten deutschen Residenzstädte erinnert.

Beeindruckend ist der mit wertvollen klassizistischen Stuckarbeiten ausgeschmückte Festsaal im Südostflügel. Zwei kleinere Räume, der Blaue und der Grüne Salon, faszinieren ebenso mit außengewöhnlichen Stuckelementen. In diesen wunderschönen Sälen finden Konzerte, Lesungen, Vorträge und auch Trauungen statt.

Die Räume im Mittelbau beherbergen neben dem aufwendig restaurierten Kaminzimmer einen Seminarraum.

Ausstellungen:

  • Der Landesgeschichte des kleinen Fürstentums Reuß jüngere Linie – Lobenstein ist eine ständige Ausstellung gewidmet. Zu sehen sind unter anderem eine Steueramtstruhe des Fürstentums 150 kg schwer, ein Zinnfiguren-Diorama, welches den Durchzug der napoleonischen Truppen 1806 darstellt, Lithographien reußischer Residenzstädte, Urkunden sowie eine Auswahl an Handwaffen.
  • Mitte der 90er Jahre wurde eine umfangreiche Münzsammlung erworben. Die Sammlung umfasst Münzen und Medaillen aus der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Ein Teil der Stücke ist in Lobenstein entstanden, vor allem in der von 1620 bis 1623 betriebenen fürstlichen Münzstätte.
  • Urkundlich nachweisbar erteilten die Landesherren Reuß jüngere Linie dem Apotheker David Reinhold am 24. Januar 1639 ein „Privilegium des Apotheckers zu Lobenstein“. Aus Anlass der Ersterwähnung zeigt das „Neuen Schloß“ eine Sonderausstellung zur Geschichte der Bad Lobensteiner Apotheke. Herr Pharmazierat Jürgen Thie und seine Gattin, beide profunde Kenner der Apothekengeschichte stellten ihre überaus umfangreiche Sammlung für unsere Ausstellung zur Verfügung. Zu sehen sind unter anderem Arbeitsgerätschaften zur Pillenherstellung, Standgefäße aus Holz, Glas und Porzellan, Arzneimittelverpackungen aus verschiedenen Jahrzehnten; eine 82 Bestandteile zählende Drogensammlung, eine außergewöhnliche Rezepturwaage mit Äskulap – dem griechischen Gott der Heilkunst sowie verschiedene Arzneibücher um nur eigenes zu nennen. Des weiteren dokumentieren Fotos, Urkunden und zeit-geschichtliche Dokumente die Arbeit in der Apotheke am Markt, den Bau der Apotheke am Heinrich-Scherer-Platz, die Übernahme der einst staatlichen Apotheke in Privatbesitz bis hin zu den beiden heute bestehenden Bad Lobensteiner Apotheken.

 
Öffnungszeiten:

Dienstag9:00 - 12:00 Uhr14:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag9:00 - 12:00 Uhr14:00 - 16:00 Uhr
Freitag9:00 - 12:00 Uhr 
 
 

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